Dienstag, 29. Mai 2012

Endlich Post

vom Waldorfkindergarten. 

Gestern Abend haben wir den lang ersehnten Brief aus dem Postkasten geholt. Die Kinder haben einen Platz im Waldorfkindergarten bekommen. Ab September dürfen sie in eine neue (alte) Welt eintauchen. Der Naschwolf war bereits ein Jahr im Waldorfkindergarten Dietzenbach, bevor er in den Waldkindergarten gewechselt ist.

Ich freue mich auf den neuen Kindergarten, denke aber auch mit Wehmut an unseren tollen Wald. Im Augenblick haben wir im Waldkindergarten 10 Kinder und zwei Erzieherinen. Bisher waren es meistens 7 Kinder. Im neuen Kindergarten sind die Gruppen viel größer. Die Kinder sind nicht mehr nur draussen, sondern verbringen viel Zeit in einem Gebäude (ohne Waldorfbauweise).

Andererseits dürfen sie endlich Eurythmie machen und auch der Reigen und viel Sprüche haben mir oft gefehlt. Ich kann wohl nicht alles haben.

Das Schöne bewundern,
Das Wahre behüten,
Das Edle verehren,
Das Gute beschließen:
Es führet den Menschen
Im Leben zu Zielen,
Im Handeln zum Rechten,
Im Fühlen zum Frieden,
Im Denken zum Lichte;
Und lehrt ihn vertrauen
Auf göttliches Walten
In allem, was ist:
Im Weltenall,
Im Seelengrund.

R. Steiner

Ich bin täglich fleißig am packen. In den ersten Juliwochen geht es los. Hier ist so viel zu tun...

Be blessed

Carmen

Dienstag, 22. Mai 2012

Wochenende mit Urlaubsstimmung

Am Wochenende waren wir mit einer Gruppe von Freunden hier campen. 

Das Wetter war herrlich (nur ein kleines bischen zu heiß). Am Samstag Vormittag sind wir, mit unserem Minizelt, angereist.

Tagsüber waren wir im Freibad. Es gibt ein Kiosk mit Sandkasten, Liegewiese, Liegestühle und ein großes Becken. Das Wasser stammt aus einer Quelle und hat sehr gute Qualität. Trotz vieler Camper war das Gelände nicht überlaufen. Es war sehr erhohlsam, da die Kinder sich auch allein beschäftigen konnten.

Am Abend waren die Jungs Fussball schauen und wir Mädels haben es uns mit einem Lagerfeuer gemütlich gemacht. Der Naschwolf war sehr stolz, es war sein erstes Fussballspiel bei dem er wach bleiben durfte. Das sein bester Freund mit dabei war hat die Spannung natürlich noch gesteigert.

Am Sonntag waren wir wieder baden. Das Wetter hat auch nicht anderes zugelassen :-).

Ich habe eine ehemalige Mitbewohnerin wiedergetroffen. Das hat mich wirklich sehr gefreut. Wir konnten ein wenig quatschen und so hab ich einige Neuigkeiten erfahren. 

Es war ein rundum gelungener Kurzurlaub. Ich kann euch die Freibadfreunde Neudenau nur weiterempfehlen!

Be blessed 
Carmen

Montag, 21. Mai 2012

Amselnest

Die Kinder haben im Garten ein Amselnest entdeckt. Wahrscheinlich hätte ich das Nest nicht gefunden. Es ist nämlich gut versteckt. Die Amselmama sitzt sogar drin. Leider hat sie sich ausgerechnet unseren Rosenbogen ausgesucht. Da gehen wir täglich durch. Der Kater hat vorläufig Hausaresst. Ich bin gespannt wie viel wir von unserem Nachwuchs mitbekommen. Hoffentlich vertreiben die Kinder unsere Gäste nicht.

 

Dienstag, 15. Mai 2012

Wieder ein Meilenstein

auf meinem Weg durch die Umzugspanik. Ich habe tatsächlich einen anthroposophischen Kinderarzt gefunden, der die Kinder noch aufnehmen kann. Ich bin so erleichtert (und schon jubelnd durch die Wohnung gehüpft). 

Ich weiß, dass es auch andere sehr gute Ärzte gibt. Trotzdem ist es mir lieber wenn ich die Kinder weiterhin anthroposophisch behandeln lassen kann. Ich möchte das Gefühl haben über Impfungen gut informiert zu werden und mich selbst entscheiden ob mein Kind Antibiotika bekommt oder doch lieber Globuli. 

Bisher war ich mit den Kindern bei drei verschiedenen Kinderärzten. 

Mit der ersten Ärztin kam ich gut aus, bis ich anfing mich kritisch mit Impfungen auseinander zu setzen. Sie hat mir dann klar gesagt, dass sie uns nicht weiter behandelt, wenn sie dem Naschwolf nicht ein viertes Mal die Sechsfachimpfung geben darf. 

Daraufhin bin ich dann zu meiner wunderbaren Ärztin gewechselt. Sie ist kompetent, freundlich und ehrlich. Ich fühle mich dort aufgehoben und die Kinder lieben sie von Herzen. Allerdings haben wir über eine Stunde Anfahrtsweg. Da sich die Praxis direkt neben einem Bioladen, einem Biocafe, einem Waldorfkindergarten und einer anthroposophischen Buchhandlung befindet waren es eher Ausflüge als Arztbesuche. Meine Kinder sind sehr selten krank und wir sind dort eher zu den U-Untersuchungen.

Einmal hatte ich das Gefühl der Mooszwerg könnte eine Bronchitis ausbrüten. Ich bin zu meiner alten Ärztin, um ihn mal abhören zu lassen (weil ich mir den weiten Weg sparen wollte). Ein Kollege hat uns behandelt. Anstatt den Mooszwerg abzuhören (worum ich ihn gebeten habe) hat er mir eine deftige Predikt gehalten. Er hat mir klar gesagt, was er von Impfverweigerern hält (sind wir ja gar nicht) und das ich eine furchtbare Mutter bin :-). Seither hat mich diese Praxis nur noch von hinten gesehen.

Jetzt bin ich froh wieder eine Wahlmöglichkeit zu haben. Ich habe mit anthroposophischer Medizin bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Übrigens haben Naschwolf und ich im letzten Jahr auch dort Antibiotika bekommen.

Seid lieb gegrüßt

Carmen

Dienstag, 8. Mai 2012

Wochenende

Am Freitag und Samstag Abend war im Haus wieder Partystimmung.

Am Samstag Nachmittag haben wir im strömenden Regen unser Waldkindergartenfrühlingsfest veranstaltet. Alles war nass und kalt, aber trotzdem irgendwie stimmig. Das Essen war lecker, die Angebote (tonen, werken) wurden genutzt und wir Eltern konnten unsere Schwätzchen halten. Einige Kinder (unter ihnen der Mooszwerg) tonten exzesiv im Regen, während andere in Pfützen sprangen (der Naschwolf) und einige sich sogar in die Pfützen legten und ihre Gesichter mit Schlamm bespritzen. Herrlich !

Abends sind wir mit den Kindern zum Haus gefahren. Die Musik war klasse. Zuerst hat Los Amigos (eine befreundete Band) gespielt. Der Mooszwerg hat sich ein gemütliches Bett gebaut und ist irgendwann in meinem Arm eingeschlafen. Naschwolf, Amsel und die Naschwolffreunde haben gespielt und ihre eigene Party veranstaltet. Später habe ich noch die Anfänge von Rene Moreno mitbekommen. Dann hat mich der Papamann, kurz nach Zwölf, mit den Kindern nach Hause gefahren.

Der Tag danach kam mit aller Härte, die solche Feiern mitbringen. Ich fühlte mich einsam und traurig. Mich überkamen Zweifel, unseren Umzug betreffend. Na ja "the day after" eben. :-)

Am Montag haben wir uns ausgeruht. Ich habe meditiert und meine innere Ruhe und Zuversicht wieder gefunden.

Donnerstag, 3. Mai 2012


Hanna vom Wolkenschaf  hat mir den "Liebster Blog Award" verlieren. Vielen Dank liebe Hanna.

Mit dem Award ist eine kleine Aufgabe verbunden. Ich darf 5 Blogs auswählen, die ich mag. Allerdings dürfen die Blogs höchstens 200 Leser haben.

Ja und meine 5  gehören auch tatsächlich zu meinen LIEBSTEN BLOGS !

1. Dryades Gedanken
2. Heidenkinder
3. Elfenzauber
4. Matschhaus
5. Lüthjenhof

Be blessed

Carmen

Mittwoch, 2. Mai 2012

Wir haben im Verein übernachtet. Es regnet in Strömen, ist aber warm. Die Kinder sind schon im Sandkasten und hüpfen durch den Regen. Hach, wie ich das vermissen werde ...

Rückblick

Die letzen Tage waren wieder sehr ereignisreich. 

Ich war am Samstag auf dem Flohmarkt und habe Kinderkleidung verkauft. Leider bin ich weniger als die Hälfte los geworden, obwohl ich sogar einiges verschenkt habe. Den Rest übernimmt meine Freundin. Sie verkauft oft auf Flohmärktewn und ich bin schonmal 3 Kisten los. Es war richtig heiß,und unser Stand war in der prallen Sonne. Ich war froh, als ich endlich gehen konnte.
Anschließend waren wir mit Freunden im Paradies (unserem Garten). Wir haben gegrillt und auch ein wenig gearbeitet. Wir haben immer sooooooooo viel vor und landen dann doch irgendwann vorm Lagerfeuer.  Besonders schön war, dass noch eine andere Freundin mit dabei war, die ich leider recht selten sehe. Zwischendurch waren wir mit den Kindern noch an einem (für mich) neuen Badeplatz am Main.

Am Sonntag waren wir erst im Verein frühstücken und danach wieder im Paradies. Die Papamänner haben endlich die alte Hütte abgerissen. Die Freundin hat mit Naschwolf, Mooszwerg und dem Paradieskind Rollenspiele gespielt. Ich habe gekocht und mich um die Werkzeughütte gekümmert. Naschwolf und Paradieskind hatten viel Freude. Der Naschwolf hat viele neue Grenzen erprobt. Gemeinsam mit seinem Freund hat er das Paradies verlassen und ist überall rumgestrommert. Normalerweise darf er das ja nicht. Seit heute ist das irgendwie anders. Er ist so selbstverständlich los gezogen, dass es für mich unmöglich war diese Grenze noch aufrechtzuerhalten. Es ist so eine schöne Energie an diesem Ort, mit diesen Menschen. Es fällt mir dort so leicht altes loszulassen, freier zu denken, nicht immer so streng zu sein.Wieder ein Stückchen selbständiger ist er heute geworden, der kleine Naschwolf.

Gestern vormittag habe ich Kisten gepackt. Wir haben ja nun nicht mehr viel Zeit. Damit es am Ende nicht wieder völlig chaotisch wird muss ich jetzt wirklich jeden Tag sortieren und einpacken.
Am Nachmittag waren wir dann endlich mal wieder am See. Die Kinder waren sehr ruhig. Vermutlich hat der gestrige Tag noch nachgewirkt. Ich bin wieder ein kleines bischen geschwommen. Das Wasser ist immernoch sehr kalt. Auf dem Heimweg haben wir dann noch eine gute Freundin getroffen. Unter dem Baum am Main, beim 38° haben wirs uns gemütlich gemacht und Fledermäuse beobachtet. Mit einem Fledermausdetektor konnten wir ihre Schreie und das Flügelschlagen hören. Es war total faszinierend. Einfach wunderschön.

Heute waren wir, nach dem Kisten packen,wieder am See. Wir haben eine neue Stelle kennen gelernt. Nämlich eine, die wir von der Eiszeit kennen. Diese hier



Der Platz ist herrlich. Er hat eine ganz andere Energie als unser alter Platz. Ich habe mich gleich willkommen und eingeladen gefühlt. Es waren nur Menschen da, die ich gern um mich habe(am anderen Platz sind oft Menschen, die ich sonst nicht treffen möchte). Wir haben gebadet, gesungen, Linsensuppe gegessen und viele gute Gespräche geführt. Der Naschwolf hat zufällig den neuen, großen Freund getroffen. Ganz selbstverständlich ist er mit ihm und dessen Familie einen Strand weiter gezogen. Ich war öfter mal schlunzen, aber es gab keinen Grund ihn ständig zu beaufsichtigen oder zurück zu holen. Er war ganz brav und umsichtig. Er ist nicht ins Wasser (obwohl er das mit Schwimmflügeln darf) und hat auch sonst ganz in sich geruht. Er hat es genossen seine neue Freiheit zu behalten. Später haben wir im Verein Lagerfeuer gemacht. Die Kinder haben bald geschlafen. Mit drei Freundinen habe ich noch ein Beltane Ritual gemacht. Es war ganz anders als meine üblichen Rituale, aber es hat wunderbar gepasst. Wir haben das Mantra der grünen Tara "Om Tare Tuttare Ture Soha" gesungen und uns einfach am Lagerfeuer wohl gefühl.t Jetzt geh ich schlafen, den morgen wird nochmal ein Paradiesseetag und danach ist wieder Kindergarten.

Be blessed

Carmen

Samstag, 21. April 2012

Der Tag danach...

Max ist wieder da. Die liebe Busfahrerin hat ihn gefunden und im Fundbüro abgegeben. Moosi hat so geweint als er ihn wieder hatte. Er hatte Mitleid weil Max die ganze Nacht allein war. Er hat ihm versprochen ihn nie wieder zu vergessen. Das war so ein schöner Augenblick. Mir kamen selbst die Tränen und auch die Dame vom Fundbüro war gerührt von dieser Herzlichkeit. Ja und auf dem Heimweg hat uns die Busfahrerin gesehen. Sie hat extra angehalten um uns zu sagen wo Max ist. 

Unser Mietvertrag liegt vor mir. Wir haben unterschrieben. Seid wir gestern Nacht wieder hier in Mühlheim angekommen sind hab ich einen dicken Stein im Bauch. Ich frage mich immer wieder ob mich wohl der wilde Watz gebissen hat. Wir haben hier alles in unmittelbarer Umgebung. Hier sind unsere Freunde, Oma und Opa, der Verein, der Main, der See, Kinderyoga, Herzmeditation, Trommelkurs, Läden, der Kinderarzt usw... Dort ist das alles nicht. Hilfe, worauf hab ich mich eingelassen? 

Ich fühle mich ganz komisch. Aber diesmal freue ich mich doch schon sehr. Die neue Heimat ist kein Schreckgespenst mehr. Ich war eine Woche dort und kenne jetzt schon viele schöne Orte. Das Unbekannte war immer das schlimmste für mich. Jetzt weiß ich zumindest worauf ich mich einlasse.

Für euch gibt es demnächst einige Foddos, damit ihr wisst was mich berührt hat.
 

Be blessed

Carmen

Freitag, 20. April 2012

Bullerbü

Diese Woche war wohl eine der anstrengendsten Wochen in unserem Leben. Jeden Tag erfuhren wir schöne und weniger schöne Dinge. Lachen und Weinen wechselten sich ab. 

Unser kleiner Naschwolf ist in Bayern schon schulpflichtig. Im selben Satz erklärte mir die Dame der Waldorfschule, dass sie ihn nicht mehr aufnehmen können. Ich war erstmal geschockt. Mittlerweile hab ich mich wieder beruhigt. Wir lassen Fynn zurückstellen und melden ihn nächstes Jahr bei der Waldorfschule an. Wenn das nicht klappt kommt er auf eine Dorfschule mit 10 Kindern pro Klasse.

Unser Max ist weg. Wir haben ihn gestern mit in die Stadt genommen und dort irgendwo vergessen. In der Bücherei und im Bioladen war er nicht. Bleibt noch der Brunnen und der Bus. Da gehen wir gleich noch suchen. Ich hoffe wirklich, dass Max wieder auftaucht. Es wäre für uns alle ein großer Verlust. Max ist die einzige unserer Puppen, die wirklich richtig in unser Leben integriert ist. 

Ja und dann  gibt es doch noch etwas zu berichten...


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Ja, tatsächlich. Eigentlich wollten wir die Wohnung im Itzgrund gar nicht mehr anschauen, weil sie einfach mitten im nichts ist. Kein Bus, kein Laden, kein Arzt, nichts. Zum Glück konnte ich Jens überreden aus Neugier doch hinzufahren. Das war unser Glück.

Wir unterschreiben heute den Vertrag. Ab Juli wohnen wir in einem denkmalgeschützen Tanzsaal. Alles ist baubiologisch renoviert. In den Schlafzimmern gibt es sogar Netzfreischaltungen. 

Das ist unser Eingang. Die Tür geradeaus führt ins Wohnzimmer, die andere in die Küche.


Das Wohnzimmer ist riesig. Von dort aus gelangt man in ein Schlafzimmer ohne Tageslicht. Es hat aber ein Fenster zum Wohnzimmer. Die Küche ist ganz winzig und muss leider auch noch die Waschmaschiene beherbergen. Das Bad ist auch ganz miniklein. Es passt nur ein Kloh und eine Dusche rein. Es gibt zwei Kinderzimmer. Das eine ist sehr klein, das andere geht so. Beide sind aber schön. Kleiderschränke passen glaube ich nicht wirklich rein.

Wir nutzen mit den Mietern des Haupthauses und (zeitweise) den Vermietern einen Garten. Ein Gemüsegarten und 2 ha Weideland gehören auch noch dazu. In unserem Mietvertrag steht, wir dürfen Esel, Ziegen, Schafe, Katzen und nach Absprache einen Hund halten. Wir dürfen aber auch Hühner, Bienen und Kaninchen ect. haben. Dafür muss aber erstmal im nächsten Jahr die Scheune ausgebaut werden. 

Ich bin aufgeregt...